Silvia Ocougne

In São Paulo geboren, studierte Komposition bei Willi Correa de Oliveira an der São Paulo Universität und Gitarre bei Manoel São Marcos, Paulo Bellinatti u.a. 1984 erhielt sie ein Stipendium des brasilianischen Kultusministeriums für das Studium "Third Stream Guitar" am New England Conservatory, Boston, USA. Dort studierte sie unter anderem bei Ran Blake und Mick Goodrick. 1986 machte sie ihren "Master of Music with Honours and Distinction in Performance". Silvia Ocougne kam 1987 nach Berlin, wo sie als Musikerin und Komponistin im Bereich neuer, experimenteller und brasilianischer Musik arbeitet.

Sie hat mit zahlreichen Musikern/Komponisten zusammen gearbeitet wie Carlo Domeniconi, Chico Mello, Daniel Ott , Livio Tragtenberg, Arnold Dreyblatt, Sebastian Hilken, Werner Durand, sowie mit bildenden Künstlern wie Jimmie Durham; Adel Abdessemed, Maria Thereza Alves,u.a.

Zahlreiche Kompositionen für Gitarre wurden von ihr uraufgeführt, u.a. von Komponisten wie La Monte Young, Louis Vierk, Graciela Paraskevaidis; John Zorn; Stephanie Schweiger, David First, Il-Ryun Chung oder Vitold Szalonek.

Silvia Ocougne tritt regelmäßig in Berlin, in Deutschland und im Ausland auf, unter anderem: Dokumenta Kassel; MaerzMusik Festival, Berlin; SESC Consolação , São Paulo ; Bang on a Can , NY; Tournée durch Russland; Centre Culturel André Malraux , Nancy; Audio Art Festival , Krakau ,Warschau; German Composers Series Experimental Intermedia, New York; ZKM Multimediale, Karlsruhe; GMEM Festival du Musique d'Aujourd'hui , Marseille; Neue Musik Rümlingen , Schweiz; Experimenta , Buenos Aires, Argentinien; Musik Instrumenten Museum , Berlin; Guitar Festival Istanbul , Turkey; Hamburger Bahnhof , Berlin; Centro Cultural Itau , São Paulo; Música Viva - Bayerisches Rundfunkorchester, München; Schloß Moyland , Kleve; Espaço Cultural Branco do Brasil , Rio de Janeiro; Kunstmuseum Wolfsburg; Quasi Amazonia, HKW, Freunde Guter Musik, Berlin; Festival of Visions , Hong Kong, China; Festival Paralelo , Madrid, Aielo, Spanien; Orkub , Bukarest, Romenien; Kontraste , Klangraum Krems, Österreich, Guitar Art Festival, Belgrad. 

Als Kuratorin hat sie Projekte wie die MontagsMusik Brasilien , Festival brasilianischer experimenteller Musik im Podewil, die Lange Nacht der Gitarre im Podewil, Berlin; das Festival Quasi Amazonas ; Haus der Kulturen der Welt und Freunde Guter Musik, Berlin und Música Brasileira De(s)composta, innerhalb des Festivals MaerzMusik, Berlin mit gestaltet.

Als Pädagogin gab Ocougne verschiedene Workshops und Lehrveranstaltungen zu Komposition, Improvisation, Brasilianische Musik und Gitarre an Schulen und Musikhochschulen. 2003/04 und 2006/07 im Rahmen des Projekts ”QuerKlang” der Universität der Künste fünfmonatige Arbeit mit Berliner Schulklassen: ”Experimentelles Komponieren in der Schule”. Die Ergebnisse wurden mit großem Erfolg im Rahmen des Festivals MaerzMusik aufgeführt.

Im kompositorischen Bereich arbeitet Silvia Ocougne oft interdisziplinär:

Film (Auswahl) Harem, Regie: Galip Iyitanir; Deutschland (2007); Days of Miendi , Regie: Ingli Ma, China /Berlin (1997); Kurzfilm The pursuit of happiness, Regie: Jimmie Durham, Frankreich / Italien / Berlin (2003); Musik/Skulpture Installation, Metathesis and Metaphrase, zusammen mit Jimmie Durham, Berlin, 2007; DVD Installation Trust me , DVD Installation von Adel Abdessemed, Frankreich, 2007 (featuring David Moss); God is Design , DVD Installation von Adel Abdessemed (2005); What ist the colour of a german Rose, von Maria Thereza Alves (2005); Dokumentarvideo Bananeri , Regie: João Claudio Senna, Brasilien (1998); Hörspiel Les perfummes de femmes mit Chantal Dumas, Canada / Berlin (1997); Tanz Pedra , Choreographie, Elise Ralston (2004) CD ROM: Paulicéia Desvairada , Regie: João Claudio de Sena, Paula Janovich, Brasilien (2000) ; Klanginstalation (Auswahl) Metaphrase und Metathesis, Zusammenarbeit mit Jimmie Durham, Berlin, 2007; Noten für Souterrain , für Adel Abdessemed (2007) ; Wanderausstellung Ostsee in die Freiheit, zusammen mit Dirk Lebahn, Deutschland (2002); Foto/Sound Installation Almost There , Maria Thereza Alves, Lund, Schweden, 2006.

CD Aufnahmen

(Auswahl)

Ping Pong Antropology mit der Gruppe The 13 th Tribe (No Man´s Land)

Water Music mit Carlo Domeniconi (Classic Berlin)

Animal Magnetism , mit "The Orchestra of Excited Strings" (Tzadik)

Musica brasileira de(s)composta mit Chico Mello (Wandelweiser)

Violao de dois mit Chico Mello (Oaksmus)

The perfect record mit Armchair Traveller (No Man´s Land), u.a.

A Classic Guide To No Man´s Land , CD Sampler , 13 th Tribe & Armchair Traveller, Berlin, 2003 (Recomended, No Man´s Land)

 

 

 

 

 

biographie